Pendennis

handmade instruments by Andreas Köpke

ROST WIND & WEIZEN

ROST WIND & WEIZEN

Ich habe ein neues Buch veröffentlicht, das bei Books On Demand erschienen ist und in jedem Buchhandel bestellt werden kann. Der Ladenpreis beträgt € 25,99. Ausstattung: Fester Einband, 244 Seiten, zahlreiche Zeichnungen und Abbildungen.

Selbstverständlich kann man ROST WIND & WEIZEN auch bei mir in der Werkstatt kaufen oder bei mir bestellen.

Es handelt sich um Übersetzungen von Auszügen aus Reiseberichten vieler Autoren, die während der letzten großen Epoche der Frachtsegelfahrt – den „Weizenrennen“ – auf den Schiffen unterwegs waren; als Abenteurer, Decksleute, Matrosen usw…

Auf dieser Seite werden in der Folgezeit noch weitere Übersetzungen zum Thema erscheinen, und zwar stets dann, wenn mir wieder gutes Material vor den Bug gelaufen war.

Unter dem Foto des Einbands beginnt die neue Reise!

Die Bark Winterhude in einem Zeitungsbericht aus Adelaide im Jahr 1934:

Der Advertiser, Adelaide. Freitag, 7. Januar 1938

DIE BARK WINTERHUDE MACHT IHRE SCHNELLSTE PASSAGE SEIT MEHREREN JAHREN.

Sie ist die Dritte der Segelschiffsflotte, die dieses Jahr den Spencer Golf anläuft.

Die bemerkenswert schnelle Reise der Erikson-Bark Winterhude, die nach einer Überfahrt von 77 Tagen aus Glasgow am Mittwochnachmittag Port Victoria erreichte, ist die schnellste Passage des Seglers, seit sie auf der australischen Weizenroute eingesetzt wurde und auch die schnellste Ausreise eines Segelschiffs der regulären Getreideflotte seit einigen Jahren.

Die erstklassigen deutschen Viermastbarken Padua und Priwall, beide vergleichsweise neue Schiffe mit Baujahren von 1920 bzw. 1926, ersegelten auf der Route Rekorde, die möglicherweise nicht mehr zu übertreffen sind. Padua kam nach 68 Tagen an, und die Priwall brauchte 69. Beide Schiffe unternahmen allerdings nur diese eine Reise nach Australien und wurden danach wieder auf der Salpeter-Route nach Südamerika eingesetzt.

Die Winterhude ist sonst eher für ziemlich gemächliche Reisen bekannt, obwohl sie doch manches Mal, so wie bei der gerade unternommenen Passage, eine unerwartet schnelle zustande bringt. 1934 schaffte sie die Strecke von den Seychellen, wo sie Guano geladen hatte, nach Auckland in nur 57 Tagen. Ein normales Ergebnis für Segelschiffe auf der Route liegt sonst bei 80 Tagen.

1935 machte sie die Ausreise von Kopenhagen nach Port Lincoln in 97 Tagen, und 1936 erreichte sie Port Lincoln aus dem Øresund kommend in der selben Anzahl von Tagen. Letztes Jahr hatte sie wieder auf den Seychellen für Auckland geladen.

Winterhude ist die dritte der zu erwartenden 13 Segelschiffe, die in diesem Jahr Getreide im Spencer Golf laden werden. Die erste von ihnen, das schwedische Schulschiff Abraham Rydberg, ist bereits nahezu voll beladen, und die zweite, das deutsche Schulschiff Admiral Karfanger, wird in Kürze in Port Germein mit dem Laden beginnen. Alle drei Schiffe kamen auf direktem Weg von Europa.

Innerhalb der nächsten Woche werden wohl keine weiteren Segler zu erwarten sein; der nächste könnte aber die Killoran sein, die, wie einige andere der Flotte, auf der Ausreise Holz aus dem Baltikum nach Südafrika gebracht haben.

Die noch zu erwartenden Schiffe sind die Killoran, Pamir, Penang, Pommern, Olivebank, Lawhill, Archibald Russell, Viking, Passat und Moshulu.

Das Schulschiff Kommodore Johnson des N.D.L., welche erst am 18. Dezember Falmouth erreichte, wurde bisher nicht für eine erneute Reise nach Australien bestätigt.

Alle der10 sich jetzt noch auf dem Weg nach Australien befindlichen Schiffe konnten Ladungen für die auswärtige Passage sichern. In einigen Fällen zum ersten Mal seit vielen Jahren.

 

© 2026 Pendennis

Thema von Anders Norén